Der warme Raum: Den Winter ohne Heizung überleben
Heize nicht die Wohnung — heize einen Raum. Ein Raum mit +15 °C schlägt fünf Räume mit +5 °C. So wählst, dichtest und wärmst du ihn, ohne dich zu vergiften.
Heize einen Raum, nicht das ganze Zuhause
Ohne Zentralheizung ist der Gewinnerzug, das Aufheizen der Wohnung einzustellen und sich auf einen einzigen Raum zu konzentrieren. Ein Raum mit +15 °C schlägt fünf Räume mit +5 °C. Wähle deinen warmen Raum für den geringsten Wärmeverlust: den kleinsten Raum, mit den wenigsten Außenwänden und Fenstern, idealerweise innenliegend oder zur Sonnenseite.
Dichte die Lecks ab
Die meiste Wärme entweicht durch Fenster und Zugluft. Mit improvisierten Materialien kannst du Fensterverluste um 30–50 % senken:
- Fenster: Plastikfolie oder Tüten, Klebeband, Karton und Decken über Glas und Rahmen.
- Türen: gerollter Stoff, Handtücher und Klebeband um die Spalten — Zugluft ist der Hauptweg, auf dem kalte Luft hereinkommt.
- Boden und Wände: Teppiche, Karton und Möbel an Außenwänden bringen zusätzliche Dämmung.
Wärme sicher erzeugen und halten
Körper sind Heizungen — gemeinsames Schlafen im warmen Raum bündelt Körperwärme. Kerzen und kleine Quellen helfen, aber jedes Verbrennungsgerät verlangt Belüftung: betreibe nie einen Kohle-, Gas- oder Benzinofen in einem geschlossenen Raum. Wärmflaschen, Kleidung in Schichten und nachts eine Mütze bewirken mehr als erwartet — die meiste Wärme verliert ein ungedämmter Körper, nicht nur der Raum.
Der Punkt
Der warme Raum macht aus einer eiskalten Wohnung einen überlebbaren Raum. Entscheide, welcher Raum es ist, und lege die Dämmmaterialien bereit, bevor die Temperatur fällt — nicht während der ersten kalten Nacht.